Ich habe schon lange nichts mehr hier geschrieben. Das liegt daran, dass ich zunehmends unfähiger war, mit der Welt klar zu kommen. Ich kann nicht sagen, dass ich mich überdurchschnittlich erschöpft fühlte. Grob gesprochen war es eher so, als ob mir die Zeit durch die Finger rann.
Ich möchte hier auch über meine Selbstwarnehmung und meinen Weg berichten, da es grundsätzlich keine schlechte Idee ist, darüber zu reden. Dann gewinnen Fakten, aber auch Pläne an Realität.
Mittlerweile bin ich auf dem Weg der Besserung und in der Wiedereingliederung. Ich habe es letztens so formuliert, dass ich mich als Überlebender wahrnehme. Nach einer Katastrophe oder sagen wir mal Schiffbruch. Ich habe um mein Leben geschwommen. Dann verließen mich die Kräfte, ich konnte aber ein letztes Mal nach Hilfe rufen. Die Hilfe kam, und zog mich an Land. Ich bin derzeit noch völlig geschunden und sammele gerade wieder meine Kräfte. Aber, ich bin am Leben, und ich bin an Land. Und, ich mache wieder die ersten Schritte. Es wird noch Zeit dauern, das Leben wieder einigermaßen umfangreich einzuholen. Aber, ich nehme schon wieder dran teil.
Vielleicht ließt das hier und die nächsten Posts zu dem Thema ja jemand und fühlt sich angesprochen. Vielleicht, ohne dass ich es jemandem unterstellen möchte, sagt jemand auch, dass er sich in meinen Beschreibungen (oder Teilen davon) wiederfindet und es hilft ihm. Vielleicht hilft es nicht Betroffenen wenigstens eine etwas andere Perspektive auf das Thema zu gewinnen.
Ich wüde mich über Kommentare freuen.